Travel Diary: In Bruges

Grote Markt

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht habt ihr es ja schon auf Instagram mitverfolgt, aber das Karnevalswochenende verbrachten mein Freund und ich im regnerischen und stürmischen Brügge!

Vor wenigen Wochen erst war meine liebe Freundin Linh von In High Fashion Laune dort und berichtete mir, dass man in Belgien unter 26 Jahren für ca. 6 € pro Fahrt durch’s ganze Land Bahnfahren kann! Dieser Tipp kam mir gerade wie gerufen, denn seit ich den Film In Bruges gesehen habe (was schon eine ganze Weile her ist), wollte ich unheimlich gerne dorthin. Da die Deutsche Bahn aber unfassbar teuer ist und 3 Stunden Autofahren ziemlich unattraktiv klingt, kam es bisher aber nie dazu. Bis jetzt!

Das belgische Bahnticket bis 26 Jahren heißt übrigens Go Pass 1 und mehr darüber erfahren könnt ihr hier. Die Tickets habe ich im Voraus gekauft und musste dort nur den Tag der An- und Abreise angeben, die Uhrzeit der Zugfahrten blieb flexibel.

Übrigens: Wenn ihr die Fotos in größer sehen möchtet, klickt einfach auf eines drauf. :) Mit den Pfeiltasten könnt ihr dann auch vor oder zurück gehen.

Tag 1

Unsere Reise begann am Karnevalssonntag in aller Früh: 7 Uhr klingelte der Wecker und um 8 Uhr saßen wir im Auto Richtung Eupen. Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir die belgische Stadt, die direkt hinter Aachen liegt und parkten unser Auto dort kostenlos am Bahnhof. Auf ging’s mit dem Zug nach Brügge!

Ankunft in Brügge

Die Zugfahrt verging überraschend schnell und es gab einiges zu sehen. So hielten wir zum Beispiel in Lüttich, Gent und Brüssel, aber fuhren auch durch das ein oder andere süße kleine Dorf.

Unser Hotel: Guesthouse Breydelhof

Guesthouse Breydelhof

Nach der Ankunft checkten wir erstmal im Hotel ein – nächtigen durften wir im Guesthouse Breydelhof, einem süßen Gasthaus mit vier gemütlichen Apartments. Dazu werde ich euch aber in einem separaten Blogpost nochmal mehr erzählen, deshalb erstmal nur ein kleiner Teaser!

Burger und Pommes bei Chez Vincent in Brügge

Mittag bei Chez Vincent

Nachdem wir unser Gepäck im Hotel abgestellt, uns kurz aufgefrischt und die Energie-Reserven etwas aufgefüllt hatten, meldete sich direkt mal unser Magen zu Wort. Schon im Voraus hatte ich mich über Restaurants etc. in Brügge informiert und der Großteil davon ist schon ziemlich teuer. Zwischendurch findet man aber solche Budget-Träumchen wie Chez Vincent. Um die Mittagszeit war dort allerdings auch einiges los, aber das sehe ich meist als gutes Zeichen.
Nach einiger Wartezeit wurden wir dann endlich mit Essen versorgt: Bacon-Cheese-Burger, leckere belgische Fritten mit Mayo und ein bisschen Salat. Wahr gewordener Traum für unsere leeren Mägen und sehr zu empfehlen – besonders für den kleinen Preis von 10-12 € pro Menü!

Brauerei-Führung in De Halve Maan

Brauerei De Halve Maan

Nachdem unser Hunger gestillt wurde, war dann der Durst dran! Belgien ist nicht nur bekannt für Waffeln und Fritten, sondern auch für Bier. Deshalb machten wir uns auf den Weg zu De Halve Maan (bedeutet übrigens der halbe Mond, nicht der halbe Mann!) und für 8,50 € p.P. (inkl. Verköstigung) machten wir eine Brauerei-Führung. Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen relativ gering – ich habe schon die ein oder andere Brauerei besichtigt, wie beispielsweise Heineken in Amsterdam und Carlsberg in Kopenhagen. Aber diese Besichtigung war wirklich sehr schön, unserer Guide war sehr witzig und man hat ihr angemerkt, wie sehr sie Bier mag und wie gerne sie dort arbeitet. Außerdem hatte die Führung auch einen Adventure-Faktor: die Brauerei ist ziemlich verwinkelt, es gibt einige sehr steile Treppen (die eigentlich den Titel Treppe nicht verdient haben und stattdessen Leiter heißen müssten) und wenn man oben ankommt, kann man diese Aussicht genießen:

Aussicht von De Halve Maan

Aufgrund der Wetterlage verbrachten wir auf dem Turm jedoch nicht besonders viel Zeit und stiegen schnell wieder hinab in die schier unendlichen Tiefen der Brauerei. Am Ende der ca. einstündigen Führung wartet übrigens ein leckeres Brugse Zot Blond auf euch!

 Brugse Zot Blond bei De Halve Maan

Prost!

Spaziergang durch Brügge

Aussicht vom Rozenhoedkaai

Danach ging es schon auf die Abendstunden zu und wir beschlossen, die Stadt zu Fuß etwas zu erkunden. Unser Startpunkt dabei war der Rozenhoedkaai, ganz um die Ecke von unserem Hotel, und einer der Foto-Hotspots in Brügge! Absolut zurecht, denn der Ausblick auf den Kanal und den Belfort von dort aus ist wirklich sehr hübsch.

Rozenhoedkaai

Wie überall in Brügge befinden sich in dieser Ecke auch sehr viele Chocolatiers – wunderbare, paradiesische Shops voller Schokolade! Der Traum eines jeden Schokoholics, und dank des relativ hohen Preises auch Diät-geeignet. ;)

Wie man auf dem Bild oben sehen kann, ist Brügge außerdem durchzogen von Kanälen. Nicht ganz so stark wie z. B. Amsterdam, aber auf jeden Fall so, dass man alle paar Minuten einen wunderschönen Blick auf Wasser geboten bekommt! An Tagen mit schönem Wetter kann man dort auch Bootsfahrten machen, nur leider hat es bei uns am 1. Tag zeitlich und am 2. Tag mit dem Wetter nicht mehr gepasst.

Kutschen findet man überall in Brügge

Noch etwas, was man überall in Brügge findet: Kutschen! Falls also die Boote nicht fahren und man trotzdem die Stadt aus einem etwas anderen Blickwinkel sehen möchte, ist das auch eine super Gelegenheit. Was mich allerdings gewundert hat: die Pferde traben ganz schön flott durch die kleinen Gassen und durchaus denkwürdig ist die Kombination aus Autos und Kutschen!

Alle Straßen führen nach Rom... ähh, zum Belfort!

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, gibt es in Brügge drei hohe Türme, von denen mindestens einer von überall aus zu sehen ist. Oben seht ihr den bekanntesten der drei, den Belfort. Außerdem gibt es noch den Turm der Liebfrauenkirche und den der Kathedrale St. Salvator.

Der Burg Square und links in der Ecke die Heilig-Blut-Basilika

Passend zu den drei Türmen gibt es auch zwei große Marktplätze: den Grote Markt und den Burg Square. Auf letzterem steht links in der Ecke die Heilig-Blut-Basilika, auch eine der Film-Locations aus In Bruges und ein durchaus denkwürdiges Gebäude.

Historum & Masion du Roi

Der Grote Markt

Wo wir gerade noch vom Grote Markt gesprochen haben: da ist der auch schon! Dort befinden sich neben dem Belfort auch ganz viele süße Häuser mit den typischen Giebeln, aber auch das Historum & Masion du Roi, welches ihr auf dem linken Foto sehen könnt und einige Bars und Restaurants.

Kleine Gassen findet man in Brügge überall - wenn man sie nicht übersieht.

Wenn ihr durch Brügge lauft, lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Denn überall verstecken sich kleine Gassen wie diese oben und führen einen zu hübschen Orten.

Eis von Gelateria Da Vinci

Da wir von unserem späten Mittagessen noch ziemlich satt waren, gab es dann Eis zum Abendessen! Was man sich nicht alles gönnt im Urlaub. ;) Von unserem Hotel wurde uns die Gelateria Da Vinci empfohlen, die sich nur wenige Meter vom Grote Markt entfernt befindet. Dort wurden wir vor die Qual der Wahl gestellt, denn es gibt wirklich unzählig viele Eissorten! Ich entschied mich für Karamell & Tiramisu und es war eins der besten Eis, was ich je gegessen habe.

Minnewater in der Dämmerung

Kurz danach wurde es auch schon langsam dunkler und wir liefen ein bisschen weiter außerhalb – nach Minnewater, übersetzt dem See der Liebe. Am äußeren Rand der historischen Altstadt befindet sich der kleine See und ein Park mit malerischer Aussicht.

Brügge bei Nacht

Der Belfort bei Nacht

Bei Einbruch der Dunkelheit liefen wir dann wieder zurück. Die Straßen waren fast wie leer gefegt, denn die Belgier genießen gerne ein frühes Abendessen und daher schließen viele Restaurants ihre Küche schon gegen 21 Uhr.

Belgisches Kirschbier im Pub

Aber was wäre ein Besuch in Belgien ohne belgisches Bier? So endete unser Tag dann in Delaney’s Irish Pub and Restaurant, wo ich mir ein leckeres Kirschbier gönnte. Früher haben die Belgier Kirschen in ihr Bier gegeben, um diese in den Wintermonaten zu konservieren und auch im Winter regelmäßig die Vitamine von den Kirschen zu sich nehmen zu können. Heutzutage wird das immer noch gerne getan – allerdings nur noch, weil es wirklich sehr lecker schmeckt!

Tag 2

Sanseveria Bagelsaon

Bagel-Frühstück bei Sanseveria

Bagel Lucy mit Lachs, Rucola, Ziegenkäse und Walnüssen

Da wir ja in einem Apartment übernachtet haben, haben wir außerhalb gefrühstückt. Solche süßen kleinen Cafés gibt es in meiner Heimatstadt Mönchengladbach leider viel zu wenige, aber in Brügge fanden wir dank Linhs Empfehlung den Sanseveria Bagelsalon.
Als wir dort ankamen, war es noch relativ leer und wir saßen im bezaubernden Café direkt am Fenster und konnten das stürmische Wetter draußen beobachten. An Bageln gibt es dort ungefähr alles, was das Herz begehrt: Lachs, Avocado, Nüsse, verschiedene Käsesorten… alles klingt wahnsinnig lecker! Ich entschied mich für „Lucy“: Ziegenkäse, Lachs, Rucola und Walnüsse und dazu ein Latte Macchiato – yum!

Der Belfort

Rauf auf den Belfort

Vielleicht nicht die beste Idee direkt nach dem Frühstück, aber danach beschlossen wir den Belfort zu besteigen! Früh morgens ist dafür die perfekte Uhrzeit, denn tagsüber kann die Schlange dort ziemlich lang werden. Als wir dort gegen 9.30 Uhr ankamen, standen nur vereinzelte Menschen an und innerhalb weniger Minuten und 8 € später ging es auch schon aufwärts.

Ausblick vom Belfort

Nach 366 Stufen erreichten wir dann keuchend und schniefend die Plattform! Als kleiner Vergleich: der Kölner Dom erreicht nach nur 291 Stufen die Spitze und die Berliner Siegessäule 285 Stufen. Als wir die Plattform betraten, wurden wir auch fast weggeweht: Sturm und Regen peitschten uns ins Gesicht.

Aber es hat sich gelohnt! Aufgrund der Wetterlange blieben wir nicht lange oben, aber die Aussicht ist wirklich schön und man kann nochmal Ecken der Stadt entdecken, die man vom Boden aus so gar nicht wahr genommen hätte.

The Old Chocolate House

The Old Chocolate House

Nachdem wir dann wieder am Boden ankamen, ging der Sturm dann richtig los! Kurzzeitig versuchten wir noch, trotzdem etwas herum zu laufen, aber nachdem wir dann innerhalb weniger Minuten so richtig durchgeweicht waren, mussten wir irgendwo unterkommen. Nach einem kurzen Klick auf Tripadvisor fanden wir The Old Chocolate House. Was von außen aussieht, wie jeder weitere Chocolatier der Stadt, verbirgt in der zweiten Etage ein Must See für jeden Schoko-Liebhaber!

Kakao im The Old Chocolate House

Auf der Karte steht nämlich eine riiiiesige Auswahl heißer Schokoladen und sonst noch alles, was auch nur entfernt mit Schokolade zu tun hat. Ich entschied mich für eine heiße Schokolade mit gesalzenem Karamell, welche dann in Muffin-Form ankamen und die wir selber in der heißen Milch schmelzen durfen. Ein echtes Erlebnis! Dazu gab es für uns Waffeln mit Schokosauce, die natürlich aus frisch geschmolzener Schokolade bestand. Ein Traum!

Nachdem wir dort einige Zeit verbrachten, kam dann doch nochmal die Sonne raus für eine letzte Runde in der Stadt, bevor auch schon die Abreise anstand.

Noch ein letztes Andenkens-Selfie am Rozenhoedkaai und dann ging es gegen 16 Uhr auch schon wieder Richtung Bahnhof!

Goodbye Brügge, bis zum nächsten Mal!

Wart ihr schon mal dort? Wenn ja, wie fandet ihr es? :)

13 Kommentare zu “Travel Diary: In Bruges”

  1. Miss Brownie sagt:

    Toller Beitrag und so schöne Bilder 😍 Da muss ich auch iwann mal hin 😄 Freu mich auf den Post zu eurer Unterkunft :) so langsam sollte ich auch mal mit meinem Post anfangen 🙈☺

  2. Romy sagt:

    Respekt, dass du den Turm erklummen hast. Als ich auf den Kölner Dom war, hatte ich danach gefühlt einen Kreislaufzusammenbruch. Kondition lässt grüßen. 😅✌️

    1. Isabell sagt:

      Ohja, wir haben das definitiv gemerkt! :D

  3. Svenja sagt:

    super cooler Post! Kenne Brügge gar nicht. Sieht richtig schön diese Stadt.. vorallem am Kanal entlang.. Muss ich unbedingt mal genauer anschauen! Hab einen schönen Freitag!

  4. azra sagt:

    Ich mag dein Post sehr und er weckt Wanderlust in mir. Ehrlich gesagt, war noch nie in Brügge aber klingt interessant.

  5. Missionmom sagt:

    Schöne Bilder hast du gemacht! Ich war noch nie da; -) LG Missionmom

  6. Stephan sagt:

    Schöne Bilder, nach Brügge wollte ich auch schon immer mal. Dein Beitrag macht nochmal Lust drauf

  7. Lisa sagt:

    Hallo,
    ich liebe, liebe, liebe Brügge!!! :) Wir machen regelmäßig Urlaub in De Haan (Küste) und besuchen Brügge in jedem Urlaub mindestens 1x! Wenn ich deine Bilder ansehe, könnte ich gerade wieder dort Urlaub machen ;)
    Liebe Grüße, Lisa

  8. Tatjana sagt:

    Schöne Fotos, ich war noch nie da! Muss ich vielleicht noch ändern :)

    Liebe Grüsse.

  9. Nicole sagt:

    Echt super interessant, da lohnt es sich auf jeden Fall mal hin zu fahren.

  10. Karo sagt:

    Richtig toller Beitrag!
    Seid dem Film Brügge sehen und sterben, steht Brügge auch ganz oben auf meiner Reiseliste.

    1. Isabell sagt:

      Hehe, genau so war es bei mir auch! :D Vielen Dank!

  11. Shelly sagt:

    Sehr schöner Beitrag und super tolle Bilder war echt sehr interessant gewesen da ich da noch nie gewesen war So wie ich gelesen und gesehen habe lohnt es sich wohl mal dahin zu reisen:)

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